Neue Ideen für Investoren

 

Schwarmfinanzierungen

 

In Deutschland gibt es eine recht lebendige Startup-Szene mit guten Ideen, jedoch oft recht ähnlichen Problemen: trotz guter Idee, dem entsprechenden Markt für das Produkt, einem einleuchtendem Business Plan und der Unterstützung von Freunden gibt die Bank oder Förderinstitution dem Startup nicht das dringend benötigte Ja zur Finanzierung. Gründe hierfür gibt es viele, sei es, weil das Startup noch keine Sicherheiten bieten kann,  das Geschäftsmodell neu und noch nicht erprobt ist oder die Marke noch nicht etabliert ist. Nach einer Studie des Branchenverbandes Bitkom schaffen es gerade einmal 50 Prozent der Startups, über Wagniskapital-Geber wie Venture Capital-Gesellschaften, staatlichen Förderungen oder Business Angels an Kapital zu kommen. Für den Rest bleibt meist nur noch die Verwendung von Eigenkapital, doch nur selten ist so viel Eigenkapital vorhanden, dass sie damit trotzdem starten können. myValley finanziert Startups mit Hilfe des Schwarms - also mit Dir. Der Schwarm löst also das Problem vieler Gründer, indem sie die Kapitallücke schließen, mit der die jungen Unternehmen zu kämpfen haben und gibt Ihnen Starthilfe, damit sie ihre Ideen umsetzen können. Diese Form der Finanzierung nennt man Crowdfunding. Crowdfunding gibt es in vier unterschiedlichen Formen, von denen wir zwei bei myValley für die Schwarmfinanzierung nutzen:

 
  • Das gegenleistungsbasierte Crowdfunding (Reward-based Crowdfunding)

    Der Schwarminvestor erhält eine symbolische Gegenleistung, aber kein Geld. In der Regel hat der Schwarminvestor hier die Möglichkeit, die Produkte zu einem Vorzugspreis zu erhalten, wenn die Umsetzung erfolgreich war.
     
  • Das Crowdinvesting (Equity-based Crowdfunding)

    Der Schwarminvestor erhält eine Beteiligung an zukünftigen Gewinnen des finanzierten Projekts, indem ein partiarischer Darlehensvertrag zwischen Eurem Startup und dem Schwarminvestor geschlossen wird. Bei dieser Form der Finanzierung spekuliert der Schwarminvestor also auf eine finanzielle Rendite. Die maximale Finanzierungssumme bei myValley sind 2,5 Millionen Euro.

  

CROWDFUNDING

 

Beim Crowdfunding geht es also vor allem darum, eine gute Idee zu unterstützen. Als Anerkennung für Deine Unterstützung erhältst Du als Schwarminvestor keine monetäre Rendite, sondern in der Regel einfach als einer der ersten das fertige Produkt, meist auch noch für einen wesentlich niedrigeren Preis als den, den Du später im normalen Handel dafür zahlen müsstest. Je früher Du Dich an der Finanzierung beteiligst, umso günstigere Angebote sind für das Produkt vorhanden. Ein einzelnes vorab finanziertes Produkt allein würde aber nicht für die Realisierung der Idee ausreichen. Die Realisation erfolgt nur, wenn neben Dir ein ganzer Schwarm von Investoren das Projekt mitfinanziert und das für die Realisierung festgelegte Startkapital zusammenkommt. Erreicht das Projekt das Finanzierungsziel nicht, wird der von Dir bezahlte Betrag zurückerstattet.

 

CROWDINVESTING

 

Crowdinvesting ermöglicht jetzt Privatanlegern, in etwas zu investieren, was früher nur Investmentbanken, Business Angels und Venture-Capital-Gesellschaften vorbehalten war, nämlich in Wachstumsunternehmen und Startups. Bisher war es nur Wohlhabenderen möglich, sich über Fonds an nicht-börsengelisteten Unternehmen und Startups zu beteiligen und so hohe Renditen zu erwirtschaften. Die Beteiligung erfolgt in der Form eines partiarischen Nachrangdarlehens. Das bedeutet, dass der Schwarminvestor dem Startup seinen Investitionsbetrag für die Dauer der Beteiligung als Darlehen überlässt. Damit hat man zwar kein direktes Mitspracherecht im Startup, kann sich aber mit ihm über den Investorenbereich mit ihm austauschen und hautnah dabei sein, wenn das Startup an Fahrt gewinnt. Der Schwarminvestor kann bei dieser Form der Investition auf vier verschiedene Arten und Weisen vom Startup profitieren:

 

  1. Gewinnbeteiligung

    Als Schwarminvestor ist man an den Gewinnen beteiligt, die das Startup im Finanzierungszeitraum erwirtschaftet. Auf Basis der in der Ausschreibung festgelegten Beteiligungsquote je 5 Euro und der Höhe der Investitionssumme wird zum Vertragsschluss eine individuelle prozentuale Beteiligung des Schwarminvestors am Gewinn des Startups festgelegt. Diese wird dann jährlich auf die erwirtschafteten Gewinne umgelegt und ausgeschüttet.

  2. Beteiligung am Exit

    Wird ein Startup an einen Großinvestor verkauft (Exit), wird der Schwarminvestor entsprechend seiner individuellen prozentualen Beteiligung am Verkaufserlös des Startups beteiligt. Der anteilige Verkaufserlös wird an den Schwarminvestor weitergeleitet, sobald der Kaufpreis für das Startup eingegangen ist.
     
  3. Beteiligung am Unternehmenswert

    Findet innerhalb des Finanzierungszeitraums kein Verkauf des Startups statt und wird der Vertrag beendet, wird eine Unternehmensbewertung für das Startup vorgenommen. Auf Basis der individuellen prozentualen Beteiligung des Schwarminvestors wird dann der anteilige Firmenwert an diesen per Banküberweisung ausgezahlt. Damit ist sichergestellt, dass der Schwarminvestor auch von der Wertsteigerung des Startups profitiert, auch wenn dieses nicht verkauuft wurde. Manche Startups reinvestieren die Gewinne gleich wieder in das Unternehmen, um schnellerwachsen zu können. Dank der Beteiligung am Unternehmenswert ist das für den Schwarminvestor auch nicht weiter kritisch, denn eine Reinvestition führt automatisch zu einer Steigerung des Unternehmenswerts, an der er ja dann ebenfalls beteiligt ist.
     
  4. Börsengang

    Geht das Startup an die Börse, werden die Anteile für den Investor handelbar.

  

RISIKEN DES CROWDINVESTINGS

 

Auch wenn ein Investment in ein Startup sehr lukrativ sein kann, so darf man aber auch nicht verschweigen, dass sie auch riskant sind. Hier gilt die Faustregel: je größer die geplante Rendite ist, desto größer ist auch das Risiko, das darin steckt. Im ungünstigsten Fall besteht das Risiko, dass die gesamte Investition verloren ist, weil z.B. das Startup Insolvenz anmelden muss. Wie schon erwähnt, handelt es sich bei der Investitionsform um ein partiarisches Nachrangdarlehen. Diese sind aus juristischer Sicht unternehmerische Beteiligungen mit eigenkapitalähnlichen Eigenschaften. Muss das Startup also Insolvenz anmelden, wird der Schwarminvestor wie alle übrigen Gesellschafter des Startups erst nach den Fremdgläubigern aus der Insolvenzmasse bedient. Es ist daher zu empfehlen, dass man nicht seinen gesamten Investitionsbetrag auf ein Startup setzt, sondern auf mehrere Startups aus unterschiedlichen Branchen mit unterschiedlichen Risikoklassen verteilt. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die erfolgreichen Investments die weniger erfolgreichen ausgleichen.

 

 Als Schwarminvestor wirst Du übrigens dabei durch das Kleinanlegerschutzgesetz geschützt. Hieraus ergeben sich jedoch auch Regeln, die zu berücksichtigen sind:

 

  • Willst Du mehr als 1.000 Euro investieren, musst Du eine Selbstauskunft abgeben. myValley stellt deshalb bei der ersten Beantragung einer Beteiligung sicher, dass Du diese ausfüllt und wertet diese entsprechend aus.
     
  • Verfügst Du über ein freies Vermögen von mehr als 100.000 Euro, sind Investitionen jenseits der 1.000 Euro möglich. Dennoch darf die Investitionssumme nicht höher als Dein doppeltes Monatsnettoeinkommen sein. Auch dies wird deshalb im Rahmen der Selbstauskunft abgefragt.
     
  • Kein Schwarminvestor darf mehr als 10.000 Euro pro Jahr investieren.
     
  • Startups müssen Dir bei jeder Finanzierungskampagne ein Vermögensanlagen-Informationsblatt beilegen. Dieses findest Du Dir bei jeder Kampagne. Daneben wird es Dir auch im Rahmen der Investition zugesendet.
     

 

STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN

 

Neben den beiden Arten der Schwarmfinanzierung bietet myValley noch die strategische Beteiligung an. Hierbei schließen sich zwei Unternehmen zusammen, um gemeinsam stärker zu werden. Gute Partnerschaften haben in der Regel das Potenzial, neues Geschäft zu generieren. Der Anreiz, dieses Potenzial zu heben, wird noch größer für den Partner, wenn er Anteile an dem anderen Unternehmen besitzt und im Gegenzug verpflichtet wird, sein Netzwerk für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu nutzen. myValley ermöglicht den Startups, strategische Beteiligungen mit der Schwarminvestition zu kombinieren. Dies erhöht die Möglichkeiten des Startups und sorgt dafür, dass es die bestmöglichen Chancen hat. Hiervon profitiert dann nicht nur das Unternehmen, das sich an dem Startup beteiligt hat, sondern auch die Schwarminvestoren!

 

 

Warnhinweis:

Schwarmfinanzierungen bieten große Chancen, sind jedoch mit erheblichen Risiken verbunden. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen. Im ungünstigsten Fall besteht das Risiko, dass die gesamte Investition verloren ist, weil z.B. das Startup Insolvenz anmelden muss. Eine Nachschusspflicht ist jedoch ausgeschlossen. Bei der Investitionsform Crowdinvesting handelt es sich um ein partiarisches Nachrangdarlehen. Diese sind aus juristischer Sicht unternehmerische Beteiligungen mit eigenkapitalähnlichen Eigenschaften. Muss das Startup also Insolvenz anmelden, wird der Schwarminvestor wie alle übrigen Gesellschafter des Startups erst nach den Fremdgläubigern aus der Insolvenzmasse bedient. Schwarmfinanzierungen sind daher nicht als Altersvorsorge geeignet. Es ist daher zu empfehlen, dass man nicht seinen gesamten Investitionsbetrag auf ein Startup setzt, sondern auf mehrere Startups aus unterschiedlichen Branchen mit unterschiedlichen Risikoklassen verteilt. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die erfolgreichen Investments die weniger erfolgreichen ausgleichen. Die Entscheidung für ein Investment trifft der Schwarminvestor unabhängig und eigenverantwortlich. Die Informationen über die Startups auf myValley werden ausschließlich von den Startups selbst zur Verfügung gestellt. Die von den Startups zur Verfügung gestellten Prognosen sind keine Garantie für die zukünftige Entwicklung des Startups. Diese Form des Investments ist daher nur für Investoren geeignet, die auch das Risiko eines Totalausfalls des investierten Kapitals verkraften können. Anbieter und Emittent der Vermögensanlagen sind die jeweiligen Startups. Die Primeus GmbH, Anbieter der Plattform myValley, ist weder Anbieter noch Emittent der Vermögensanlage, sondern stellt ausschließlich die Internet-Dienstleistungsplattform bereit.

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