Crowdinvesting

 

CROWDINVESTING

 

In einem Crowdinvesting unterstützen die Investoren ein Projekt aus rein wirtschaftlichem Interesse mit einem partiarischen Darlehen und werden dafür finanziell am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Ein großer Vorteil des Crowdinvesting ist jedoch, dass es selbst für solche Unternehmen eine Finanzierungsmöglichkeit ist, die normalerweise keinen Zugang zu den klassischen Finanzierungsquellen hätten. Dies betrifft in der Regel alle Startups in frühen Unternehmensphasen, da bei diesen weder Banken, noch Venture Capital–Gesellschaften oder Business Angels, bereit sind, Kapital zur Verfügung zu stellen.

Im Gegensatz zu einer Bank stellt Crowdinvesting jedoch keine besonderen Anforderungen an die Kapitalstruktur oder (Eigen-) Kapitalausstattung des Unternehmens, wie dies z.B. bei einer klassischen Bankenfinanzierung der Fall wäre. Weder vom Unternehmen, noch von dessen Gesellschaftern sind Sicherheiten zu leisten. Das macht diese Art der Finanzierung auch speziell für jungen Unternehmen interessant macht, die in der Regel weder über Forderungen, noch über sonstige Vermögensgegenstände verfügen, welche sie als Sicherheit für den Kredit anbieten könnten.

In Wachstumsunternehmen investieren

 Crowdinvesting ermöglicht also jetzt Privatanlegern, in etwas zu investieren, was früher nur Investmentbanken, Business Angels und Venture-Capital-Gesellschaften vorbehalten war, nämlich in Wachstumsunternehmen und Startups. Bisher war es nur Wohlhabenderen möglich, sich über Fonds an nicht-börsengelisteten Unternehmen und Startups zu beteiligen und so hohe Renditen zu erwirtschaften. Die Beteiligung erfolgt in der Form eines partiarischen Nachrangdarlehens. Das bedeutet, dass der Schwarminvestor dem Startup seinen Investitionsbetrag für die Dauer der Beteiligung als Darlehen überlässt. Damit hat man zwar kein direktes Mitspracherecht im Startup, kann sich aber mit ihm über den Investorenbereich mit ihm austauschen und hautnah dabei sein, wenn das Startup an Fahrt gewinnt. Der Schwarminvestor kann bei dieser Form der Investition auf vier verschiedene Arten und Weisen vom Startup profitieren:

 

  1. Gewinnbeteiligung

    Als Schwarminvestor ist man an den Gewinnen beteiligt, die das Startup im Finanzierungszeitraum erwirtschaftet. Auf Basis der in der Ausschreibung festgelegten Beteiligungsquote je 5 Euro und der Höhe der Investitionssumme wird zum Vertragsschluss eine individuelle prozentuale Beteiligung des Schwarminvestors am Gewinn des Startups festgelegt. Diese wird dann jährlich auf die erwirtschafteten Gewinne umgelegt und ausgeschüttet.

  2. Beteiligung am Exit

    Wird ein Startup an einen Großinvestor verkauft (Exit), wird der Schwarminvestor entsprechend seiner individuellen prozentualen Beteiligung am Verkaufserlös des Startups beteiligt. Der anteilige Verkaufserlös wird an den Schwarminvestor weitergeleitet, sobald der Kaufpreis für das Startup eingegangen ist.
     
  3. Beteiligung am Unternehmenswert

    Findet innerhalb des Finanzierungszeitraums kein Verkauf des Startups statt und wird der Vertrag beendet, wird eine Unternehmensbewertung für das Startup vorgenommen. Auf Basis der individuellen prozentualen Beteiligung des Schwarminvestors wird dann der anteilige Firmenwert an diesen per Banküberweisung ausgezahlt. Damit ist sichergestellt, dass der Schwarminvestor auch von der Wertsteigerung des Startups profitiert, auch wenn dieses nicht verkauft wurde. Manche Startups reinvestieren die Gewinne gleich wieder in das Unternehmen, um schnellerwachsen zu können. Dank der Beteiligung am Unternehmenswert ist das für den Schwarminvestor auch nicht weiter kritisch, denn eine Reinvestition führt automatisch zu einer Steigerung des Unternehmenswerts, an der er ja dann ebenfalls beteiligt ist.
     
  4. Börsengang

    Geht das Startup an die Börse, werden die Anteile für den Investor handelbar.

  

Risiken des Crowdinvestings

Auch wenn ein Investment in ein Startup sehr lukrativ sein kann, so darf man aber auch nicht verschweigen, dass sie auch riskant sind. Hier gilt die Faustregel: je größer die geplante Rendite ist, desto größer ist auch das Risiko, das darin steckt. Im ungünstigsten Fall besteht das Risiko, dass die gesamte Investition verloren ist, weil z.B. das Startup Insolvenz anmelden muss. Wie schon erwähnt, handelt es sich bei der Investitionsform um ein partiarisches Nachrangdarlehen. Diese sind aus juristischer Sicht unternehmerische Beteiligungen mit eigenkapitalähnlichen Eigenschaften. Muss das Startup also Insolvenz anmelden, wird der Schwarminvestor wie alle übrigen Gesellschafter des Startups erst nach den Fremdgläubigern aus der Insolvenzmasse bedient. Es ist daher zu empfehlen, dass man nicht seinen gesamten Investitionsbetrag auf ein Startup setzt, sondern auf mehrere Startups aus unterschiedlichen Branchen mit unterschiedlichen Risikoklassen verteilt. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die erfolgreichen Investments die weniger erfolgreichen ausgleichen.

 

 Als Schwarminvestor wirst Du übrigens dabei durch das Kleinanlegerschutzgesetz geschützt. Hieraus ergeben sich jedoch auch Regeln, die zu berücksichtigen sind:

 

  • Willst Du mehr als 1.000 Euro investieren, musst Du eine Selbstauskunft abgeben. myValley stellt deshalb bei der ersten Beantragung einer Beteiligung sicher, dass Du diese ausfüllt und wertet diese entsprechend aus.
     
  • Verfügst Du über ein freies Vermögen von mehr als 100.000 Euro, sind Investitionen jenseits der 1.000 Euro möglich. Dennoch darf die Investitionssumme nicht höher als Dein doppeltes Monatsnettoeinkommen sein. Auch dies wird deshalb im Rahmen der Selbstauskunft abgefragt.
     
  • Kein Schwarminvestor darf mehr als 10.000 Euro pro Jahr investieren.
     
  • Startups müssen Dir bei jeder Finanzierungskampagne ein Vermögensanlagen-Informationsblatt beilegen. Dieses findest Du Dir bei jeder Kampagne. Daneben wird es Dir auch im Rahmen der Investition zugesendet.

 

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Warnhinweis:

Schwarmfinanzierungen bieten große Chancen, sind jedoch mit erheblichen Risiken verbunden. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen. Im ungünstigsten Fall besteht das Risiko, dass die gesamte Investition verloren ist, weil z.B. das Startup Insolvenz anmelden muss. Eine Nachschusspflicht ist jedoch ausgeschlossen. Bei der Investitionsform Crowdinvesting handelt es sich um ein partiarisches Nachrangdarlehen. Diese sind aus juristischer Sicht unternehmerische Beteiligungen mit eigenkapitalähnlichen Eigenschaften. Muss das Startup also Insolvenz anmelden, wird der Schwarminvestor wie alle übrigen Gesellschafter des Startups erst nach den Fremdgläubigern aus der Insolvenzmasse bedient. Schwarmfinanzierungen sind daher nicht als Altersvorsorge geeignet. Es ist daher zu empfehlen, dass man nicht seinen gesamten Investitionsbetrag auf ein Startup setzt, sondern auf mehrere Startups aus unterschiedlichen Branchen mit unterschiedlichen Risikoklassen verteilt. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die erfolgreichen Investments die weniger erfolgreichen ausgleichen. Die Entscheidung für ein Investment trifft der Schwarminvestor unabhängig und eigenverantwortlich. Die Informationen über die Startups auf myValley werden ausschließlich von den Startups selbst zur Verfügung gestellt. Die von den Startups zur Verfügung gestellten Prognosen sind keine Garantie für die zukünftige Entwicklung des Startups. Diese Form des Investments ist daher nur für Investoren geeignet, die auch das Risiko eines Totalausfalls des investierten Kapitals verkraften können. Anbieter und Emittent der Vermögensanlagen sind die jeweiligen Startups. Die Primeus GmbH, Anbieter der Plattform myValley, ist weder Anbieter noch Emittent der Vermögensanlage, sondern stellt ausschließlich die Internet-Dienstleistungsplattform bereit.

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